Warum Maria Maria heißen mochte, war für Bjoerc niemals von Bedeutung gewesen; auch wenn er spürte, daß Marias Eltern ein bestimmtes Ziel mit der Namensgebung verfolgt hatten, und ohne wirklich über den Zusammenhang über beabsichtigte Entsexualisierung eines natürlichen Prozesses und keusch-verklemmt wirkendes Verhalten von Maria nachzudenken, fühlte Bjoerc die Gegenwart einer Andromeda heraus, die mit vierzehn Jahren ihre Schönheit entfaltete und gleichzeitig zwanghaft versteckte.
Bjoerc hatte sie immer mit geschlossenen Pullovern gesehen, kein gewisses Etwas, was er gerne zwischendurch bei anderen Mädchen während der Nachhilfe erspähen wollte oder durfte, gab es in Marias Gegenwart zu entdecken, nicht einmal ihr Halsansatz oder die Gelenke ihrer Hände waren frei. Allein, wenn sie die Wohnungstür öffnete, fühlte Bjoerc ein Wesen, das irgendwie Maria war und wiederum auch nicht; ihm erschien es, als ob er durch ihren Körper hindurchgreifen konnte. Auch die Umgebung hatte etwas an sich, daß ihn eher an ein Krankenhaus erinnerte als an eine Wohnung, in der ein junges weibliches Wesen lebte, doch in den Erzählungen war ihm keine Krankheit offenbart worden, so daß er die Situation akzeptieren mußte, um überhaupt mit Maria arbeiten zu können.










